Das ist der Sinn eines Abschieds im vollen, gewichtigen Sinne des Worts: dass sich die beiden Menschen, bevor sie auseinandergehen, darüber verständigen, wie sie sich gesehen und erlebt haben. Sich verabschieden, das ist auch etwas, das man mit sich selbst macht: zu sich selbst stehen unter dem Blick des Anderen.
»Er klagte in seinem letzten Jahr oft darüber, dass er nicht verstehe, worin sie eigentlich bestehe, die Einsamkeit, die wir alle so sehr fürchteten. Was ist es bloss, was wir Einsamkeit nennen, sagte er, es kann nicht einfach die Abwesenheit der anderen sein, man kann allein sein und überhaupt nicht einsam, und man kann unter Leuten sein und doch einsam, was also ist es? Es hat ihn stets von neuem beschäftigt, dass wir mitten im Trubel einsam sein können. Gut, sagte er, es geht nicht nur darum, dass andere da sind, dass sie den Raum neben uns ausfüllen. Doch auch wenn sie uns feiern oder in einem freundschaftlichen Gespräch einen Rat geben, einen klugen, einfühlsamen Rat: Selbst dann kann es sein, dass wir einsam sind. Einsamkeit ist also nicht etwas, das einfach mit der Anwesenheit der anderen zu tun hat, und auch nicht mit dem, was sie tun. Womit dann? Womit dann, um alles in der Welt?

Das Leben ist schön….
Viel Platz für die Vergangenheit,
Vermissen Dich..


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